Kronenberg (13) und Pozorová (7) werden beim Blocken passiert. (Foto Peter Aebli)
Greenwatt Val-de-Travers - Glaronia
In einer hart umkämpften Partie fehlt den Glarner Volleyballerinnen schliesslich auch noch etwas Wettkampfglück. Wenn man aber Satzbälle verschenkt, kommt dies oft teuer zu stehen.
Zu Beginn des Spiels gelang es den Glarnerinnen nicht, das Heft in die Hand zu nehmen. Obwohl die Neuenburgerinnen kaum schnelle Spielzüge über die Mitte zeigten, sondern fast ausschliesslich die Aussenangreiferinnen forcierten, stand der Glarner Block nicht gut. Die Ausländerinnen im Team von Val-de-Travers konnten sich lange Zeit problemlos durchsetzen, und als dann endlich doch der eine oder andere Angriff gestoppt werden konnte, reagierten sie mit geschickt platzierten Finten. Auch jetzt war Glaronia überfordert und reagierte zu wenig schnell.
Im zweiten Satz fand Glaronia langsam besser ins Spiel, konnte endlich auch einmal agieren und zeigte einige gute Aktionen. Die umstrittene Partie gewann nun an Spannung, und Glaronia, nun mit Kamer statt Hauri, konnte sich einen kleinen Vorsprung erarbeiten. Beim Stand von 24:23 hatten die Glarnerinnen die Möglichkeit, auf 1:1 Sätze auszugleichen, doch der Angriff von Kamer landete im Netz. Schliesslich ging auch der zweite Spielabschnitt an die Einheimischen, die sich unter dem Strich weniger Fehler leisteten.
Glaronia steckte aber nicht auf und zeigte weiterhin eine ansprechende Leistung, ja konnte im dritten Satz sogar nochmals zulegen. Jetzt lief das Spiel im Sinne von Trainer Tallo und es bestand durchaus die Chance, die Partie nochmals drehen zu können. Zumindest hatten jetzt die Gäste einen kleinen psychologischen Vorteil, als sie auf 1:2 Sätze verkürzen konnten.
Alles im Griff, schien es, wenn man die souverän aufspielenden Glarnerinnen im vierten Satz beobachtete, denn vor allem am Netz setzten sie sich nun problemlos durch. 22:17 führte Glaronia und das Tie-Break war in Reichweite, als Val-de-Travers wieder zum Service kam. Was Glaronia vor einigen Wochen in Ruswil zum Erfolg geführt hat, war nun schliesslich der Grund für die Niederlage. Die Neuenburgerinnen servierten und buchten Punkt für Punkt gegen eine schwache Glarner Annahme, in der die Abstimmung nicht funktionierte. Missverständnisse und Eigenfehler führten schliesslich zu dieser Niederlage, die nicht hätte sein müssen.
Glaronia liegt nach vier Playoff-Partien mit zwei Siegen und zwei Niederlagen im Mittelfeld, wobei es offenbar kein Zufall ist, dass die Niederlagen aus Partien gegen Teams aus der Westgruppe stammen. Diesmal sind die Westschweizerinnen offensichtlich stärker, als dies in früheren Jahren der Fall gewesen ist. Auch Obwalden und Lugano bekunden grosse Mühe und teilen mit Glaronia die zweite Hälfte der Rangliste.